Timisoara (Temeschwar)

Die Stadt im äußersten Westen Rumäniens bildet das Zentrum des Banats. Lange gehörte der Ort zu Österreich, was sich noch heute in zahlreichen Gebäuden der Innenstadt zeigt. Ein Beispiel für diese Bauweise ist das 1875 eingeweihte Opernhaus. Hierher rührt die noch heute gebräuchliche umgangssprachliche Bezeichnung “Klein-Wien”. Auch heute ist die deutsche Kultur- und Bildungsszene in Temeschwar sehr aktiv.
Die Stadt verfügt über eine alte Festung im Zentrum, die den Domplatz umschließt. Hier finden sich die barocke Dreifaltigkeits- oder Domkirche (Architekt war Fischer von Erlach), die Dreifaltigkeitssäule, ein artesischer Brunnen, ein barockes Schloss (heute Kunstmuseum) sowie die serbische Kathedrale. Außerdem prägen die Oper und die Metropolitenkathedrale von 1946 das Bild der Innenstadt. Weitaus älter ist das bis 1315 für König Carol Robert de Anjou errichtete Huniade-Schloss, dessen italienische Palazzo-Zitate sich mit Elementen der Gotik mischen. Heute ist in dem Gebäude das Museum für Geschichte und Naturwissenschaft untergebracht. Ebenfalls sehenswert sind das Dicasterial-Schloss (eine Kopie des Florentiner Schlosses), das Deschan-Schloss (Basar) sowie das Rathaus, das in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts im historisierenden neo-rumänischen Stil errichtet wurde.

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