Iasi (Jaßenmarkt)

Iasi ist die zweitgrößte Stadt Rumäniens. Iasi liegt im Nordosten Rumäniens am Fluss Bahlui, nahe der Grenze zu Moldawien. Der Ort, der eine lange Tradition als Universitätsstandort und Hauptstadt der Moldau-Region hat, gilt als kulturelle Hauptstadt des Landes. Seinen Reichtum erlangte er als Kreuzung der Handelsstraßen zwischen Polen, Russland, Ungarn und Konstantinopel.
Obwohl die Region seit Jahrtausenden besiedelt ist, stammt die erste Erwähnung Iasis aus dem Jahre 1408. Iasi hat eine lange jüdische Tradition, die 1942 bei einem furchtbaren Massaker abrupt beendet wurde. Heute koordiniert das Elie-Wiesel-Institut die Aufarbeitung dieser Ereignisse.
Der Ort hat nicht zuletzt aufgrund seiner jüdischen Traditionen eine starke kulturell-intellektuelle Prägung, zahlreiche Künstler, Politiker und Wissenschaftler stammen von hier. Traditionell berühmt ist Iasi zudem für ihr Porzellan. Noch heute ist die Universität ein wissenschaftliches Zentrum Rumäniens. Zudem beherbergt die Stadt ein Nationaltheater und eine Nationaloper sowie die Philharmonie Moldova. Auch Iasi besitzt einen neogotischen Kulturpalast, in dem gleich vier Museen (Kunst-, Ethnographisches, Historisches und Polytechnisches Museum) und eine Bibliothek untergebracht sind. Besonders sehenswert sind die Kirchen der Stadt, wobei die Krönungskirche, Trei Ierarhi und die gewaltige Metropoliten-Kirche am stärksten beeindruckten dürften. Auf ganz andere Weise sehens- und besuchenswert ist der Botanische Garten Iasis, mit 100 Hektar Fläche der größte in ganz Rumänien.

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