Cluj-Napoca (Klausenburg)

Die Stadt Cluj liegt im zentralen Nordwesten Rumäniens in Siebenbürgen. Schon vor der Eroberung durch die Römer existierte hier eine Siedlung; die Dakersiedlung wurde dann Napoca genannt. Aufgrund der zentralen Lage des Ortes erlangte er schnell große Bedeutung für den Handel. Cluj wurde im 13. Jahrhundert von deutschen Siedlern als Klausenburg gegründet, das bald zur Hauptstadt von Siebenbürgen avancierte. Nach einer wechselvollen Geschichte, in der die Region verschiedenen Machtkonstellationen zufiel, wurde sie erst 1947 wieder Rumänien zugeteilt. Auch hieraus resultiert die Dreisprachigkeit der Region (Rumänisch, Ungarisch, Deutsch) sowie ihre kulturelle Vielfalt und Produktivität. Dies dokumentiert sich im Theaterleben der Stadt sowie dem jährlich stattfindenden Filmfestival. Für Besucher interessant ist unter diesem Gesichtspunkt auch der Zentralfriedhof der Stadt, auf der viele berühmte Söhne und Töchter Clujs ihre letzte – oft prachtvolle – Ruhestätte gefunden haben. Architektonisch bedeutsam sind besonders das im Wiener Jugendstil errichtete Nationaltheater, das barocke Palais Bánffy (heute Sitz des kunsthistorischen Museums) sowie Zitadelle und Schneiderbastei. Cluj ist selbstverständlich auch reich an Sakralbauten; die gotische Michaelskathedrale und die Piaristenkirche sollen hier für viele weitere stehen. Über die wechselvolle Geschichte der Stadt können sich Besucher im Muzeul National de Istorie a Transilvaniei sowie im Freilichtmuseum von Someseni informieren.

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