Bukarest

Rumäniens Hauptstadt Bukarest ist mit fast zwei Millionen Einwohner die größte Metropole Südosteuropas. Wechselnde Herrschaftsverhältnisse haben ihr ein architektonisches Erbe hinterlassen, das sie zu einer vielgestaltigen, lebendigen Großstadt macht, die überall Raum für Entdeckungen bietet. Das wohl bekannteste Gebäude ist der Prunkkomplex des Parlamentspalastes Palatul Parlamentului, der unter dem letzten Diktator Ceausescu errichtet wurde. Neben diesem Zuckerbäckerstil, der an sowjetische Prachtbauten aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts erinnert, finden sich in Bukarest viele weitere Baustile von wienerisch geprägter Gründerzeitarchitektur bis hin zur klassischen Moderne. Die sozialistische Diktatur ließ die Altstadt großflächig abreißen und durch eine mit langen Achsen gegliederte Repräsentationsarchitektur ersetzen. Die Orientierung an Paris ist dabei nicht neu; bereits zuvor bezogen sich Baumeister auf die französische Hauptstadt. Zeugnis hiervon gibt beispielsweise der Triumphbogen, der 1878 begonnen, jedoch erst 1936 in seiner heute zu besichtigen Steinversion fertiggestellt wurde. Auch das Königsschloss Palatul Regal ist neueren Datums: Es wurde erst zwischen 1927 und 1937 errichtet; nach dem Krieg zog ein Kunstmuseum ein, das sich bis 1989 das Gebäude jedoch mit der rumänischen Regierung teilen musste. Der erste Fürstenhof Bukarests ist nur in wenigen Relikten erhalten. Trotzdem sind die Überreste des Curtea Veche aus dem 15. Jahrhundert einen Besuch unbedingt wert.
Neben den zahlreichen Kirchen der Stadt, sind auch die Parks besonders sehenswert. Besipielhaft seien der romantische, demnächst einhundertjährige Cismigiu und der weitläufige Vergnügungspark Herastrau genannt.

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