Die Schwarzmeerküste
Das neue EU- Mitglied Rumänien setzt voll auf den Tourismus, und in den letzten Jahren sind an der Schwarzmeerküste riesige Tourismuszentren mit modernen Hotelkomplexen entstanden, die Badegästen jeglichen Luxus samt Jux und Tollerei bieten. Das Meer ist sauber, und es gibt an der rumänischen Schwarzmeerküste einladende Strände mit Sand- und Kiesstrand. Wer Pauschal- und Badeurlaub mag, wird sich an der rumänischen Schwarzmeerküste recht wohlfühlen, zumal die Angebote im Vergleich mit anderen europäischen Ländern recht günstig sind. Die Schwarzmeerküste Rumäniens ist heute fest in der Hand des Pauschaltourismus, und die Hotelburgen, die in den letzten Jahren errichtet wurden, erinnern ein wenig an die spanische Costa Brava oder Costa del Sol. Kenner und Liebhaber des ursprünglichen Rumäniens sehen den Rummel mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Dem bitter armen Rumänien sind die Devisen aus dem Badetourismus zu gönnen, mit der ganz eigenen rumänischen Kultur und Gastlichkeit haben die doch recht künstlichen Orte in der Dobrudscha aber nicht gerade viel zu tun, aber ähnliche Erfahrungen treffen ja auch auf den Pauschaltourismus am Mittelmeer zu.
Dennoch gibt es in Rumänien für Urlauber, die sich ein wenig Zeit nehmen, allerhand zu entdecken. In der Nähe von Adamclisi an der Strasse nach Constanta liegt ein römisches Ruinenfeld aus dem 2. Jahrhundert. Vieles ist freigelegt worden, doch die Ausgrabungen sind noch in vollem Gange. Municipium Tropaeum Traiani hiess der Ort, der den Namen des “Optimus Princeps” Trajan trägt, der 106 n. Chr. Dakien, das heutige Rumänien eroberte. Das Tropaeum selbst war einmal 40 m hoch mit einem Durchmesser von 30 m. Die Römer brachten auch den Wein nach Dakien. Auf den Hängen rund um Murfatlar breiten sich üppige Weingärten aus. Der Wein ähnelt dem Malvesier, und für die Besucher gibt es eine Weinbau- Teststation, wo ausgiebig probiert werden darf. Manche Urlauber kommen deshalb auch von Constanta mit dem Bus.
Rumänien bietet vielleicht eines der letzten Abenteuer in ganz Europa. Neben den Karpaten hat Rumänien nämlich noch ein anderes Juwel zu bieten: das Donaudelta. Angler und Jäger finden hier eine unglaublich artenreiche Fauna und Flora vor. Kapitale Welse, Huchen, Wildkarpfen, Hechte und Zander werden dort in hoher Zahl und grossen Exemplaren gefangen. Bisher sind es noch wenige Anbieter, die das Donaudelta im Programm haben. Wer sich am oft recht rustikalen Komfort nicht stört, wird hier eines der letzten Paradiese Europas kennenlernen können.