Dieser Beitrag wurde am 22.12.2010 in der Kategorie Alle Meldungen abgelegt. Kommentare und Pings sind aktuell nicht möglich.
Die Bürger der Bundesrepublik Deutschland werden immer älter und der Nachwuchs kommt nicht mehr so zahlreich, wie es früher einmal war- längst ist uns dieses Problem bekannt. Doch nun, da sich auch die Altenheime füllen, ist dieser Tatsache nicht mehr aus dem Weg zu gehen. Wir müssen uns umstellen. Und zwar darauf, dass wir immer Altenheimplätze und somit auch Pflegepersonal brauchen. Aktuell kommen viele Altenpfleger/innen bereits aus Osteuropa, zum Beispiel aus Rumänien, um in Deutschland zu arbeiten.
Sie ziehen ihre Arbeitsschuhe an und verrichten die gewohnten Tätigkeiten nun hier. Ohne ihre Hilfe wäre das Versorgungssystem der Betreuung für Deutschlands alte Menschen wohl schon längst zusammengebrochen, behaupten auch Experten. Und es wird immer so weiter gehen: Wir brauchen einfach noch mehr geschultes Pflegepersonal, gerne natürlich auch aus Deutschland. Doch genau hier liegt das Problem, denn der Beruf des Altenpflegers ist einer der unattraktivsten, die es gibt. Dies hängt mit dem großen Ungleichgewicht der niedrigen Bezahlung und der anstrengenden körperlichen und seelischen Arbeit zusammen.
Soziale Berufe an sich sind in Deutschland stets unterbezahlt, doch im Bereich der Altenpflege scheint sich dies am deutlichsten zu zeigen. Dabei ist doch gerade die Branche der Betreuung der alten Menschen diejenige, die jetzt „boomt“. Man könnt also getrost investieren und somit auch die Ausübung des Berufs wieder attraktiver machen. Doch so einfach ist das nicht – auf die Schnelle wird man an diesem negativen Berufsbild sicher nichts ändern können. Und so lange werden wir sicherlich auf die Unterstützung der osteuropäischen Kolleginnen, für die die deutschen Löhne eine gute Alternative sind, bauen müssen.
Doch was geschieht, wenn auch diese Ressourcen erschöpft sind? Wie könnte man gerade auch junge Menschen wieder für den Beruf des Altenpflegers/der Altenpflegerin begeistern? Hier sollten sich sie Fachvertreter einmal Gedanken machen. Für alle aktuell im Bereich Altenpflege tätigen Menschen heißt es nur: Arbeitsschuhe anziehen, tief durchatmen und durchhalten. Und auf eine Besserung hoffen!